Honig-Aioli mit Schmand – Leckere Creme mit Knoblauch

Schnin's Kitchen: Honig-Aioli mit Schmand - leckere Creme mit Knoblauch

„In meinem Knoblauch ist zuviel Essen!“

Falls dieser Satz auch nur annähernd auf Euch zutrifft, habe ich heute ein Rezept für Euch, welches Ihr lieben werdet, nämlich eines für eine leckere, cremige Honig-Aioli.

Ich liebe Knoblauch und daher liebe ich auch Aioli in jeglicher Form und könnte wirklich (fast) alles hineindippen. Eine Aioli oder auch Allioli ist eine aus dem Mittelmeerraum stammende kalte Creme, ursprünglich nur aus zerriebenem Knoblauch und Öl, mittlerweile aber meist noch mit Eigelb als Emulgator. Mein Rezept „streckt“ die eigentlich schon fertige Knoblauch-Mayonnaise noch mit Schmand und wird außerdem mit etwas Honig verfeinert. Dadurch schmeckt die Creme zum Einen nicht ganz so extrem nach Knoblauch und hat außerdem eine etwas weniger fettige Konsistenz und selbst Menschen, die sonst eigentlich keine Aioli mögen, essen diese Honig-Aioli sehr gerne.

Bitte laßt Euch bloß nicht von der Länge der Rezeptbeschreibung abschrecken, denn sie beinhaltet verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten und außerdem mehrere Varianten, eine Aioli zu retten, falls mal etwas schief geht. Das reine Rezept an sich wäre ansonsten eigentlich in wenigen Sätzen beschrieben. Also einfach erstmal durchlesen:

Honig-Aioli

Zutaten:
300ml Sonnenblumenöl
1 sehr frisches Eigelb
2 TL Senf
3 Zehen Knoblauch
1 Spritzer Zitronensaft

100g Schmand
Petersilie
1 EL Honig
1/2 TL Salz

Rezept:
Alle Zutaten sollten möglichst Zimmertemperatur haben.

Das Ei trennen & das Eigelb mit dem Senf verrühren.

Den Knoblauch schälen, pressen und unterrühren.

Das könnt Ihr ganz normal mit dem frischen, rohen Knoblauch tun. Manche mögen das allerdings nicht so gern, denn je nachdem, wie frisch Euer Knoblauch ist, kann er in der fertigen Aioli manchmal sehr scharf schmecken & selbst mit der besten Knoblauchpresse bleibt er immer noch minimal stückig. Eine Möglichkeit gegen die Knoblauchstückchen ist es, den gepressten Knoblauch mit dem Salz (welches Ihr ja eh noch für die Aioli braucht) auf ein Tellerchen zu geben und mit der Spitze eines Messers flach zu zerreiben, bis Ihr eine feine Knoblauch-Salz-Paste habt. Wer einen Mörser im Hause hat, kann aber auch mit diesem den Knoblauch mit dem Salz zu einer Paste mörsern. Diese Paste wird dann unter die Ei-Senf-Mischung gerührt und weiter geht es im Rezept, bitte in diesem Fall dann aber später nicht noch einmal salzen.

Eine zweite Möglichkeit, die dem frischen Knoblauch auch noch die Schärfe nimmt, gibt es auch, für diese braucht man allerdings etwas mehr Zeit und muß auch kurz den Ofen anschmeißen. Da das aber nur für den Knoblauch viel Energieaufwand ist, kommt diese Methode bei uns nur zum Zug, wenn der Ofen sowieso wegen etwas Anderem an ist. Ist der Kuchen, oder was auch immer, aus dem Ofen, wandern danach die geschälten Knoblauchzehen zusammen mit einem Klecks Öl in ein fest verschlossenes Alufoliepäckchen, kommen für etwa 15-20 Minuten in den noch heißen Ofen und werden auf diese Weise weich geschmort. Danach läßt sich der Knoblauch ganz fein zerdrücken und die Schärfe ist auch kein Problem mehr.

Schnin's Kitchen: Honig-Aioli mit Schmand - leckere Creme mit Knoblauch

Das neutrale Öl nun am besten mit einem Mixer und unter ständigem Rühren nach und nach zugeben, bis sich die Zutaten zu einer Mayonnaise mit recht fester Konsistenz verbinden. Falls Euch Eure Honig-Aioli gerinnt, hatten die Zutaten entweder zu unterschiedliche Temperaturen oder Ihr habt womöglich zu schnell oder zu viel Öl auf einmal zugegeben.

Ihr müßt Eure Aioli jetzt aber nicht entsorgen, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie zu retten und der Geschmack leidet auch kein bißchen darunter.

Die einfache Möglichkeit ist, 1 EL kochend heißes Wasser oder Brühe bei hoher Stufe mit dem Mixer einzurühren.

Eine zweite Möglichkeit ist, die Rührstäbe des Mixers gründlich abzuwaschen, in einer neuen Schüssel ein neues Eigelb mit Senf und Öl aufzuschlagen, bis sich Alles zu einer Emulsion miteinander verbunden hat und dann nach und nach die geronnene Masse langsam unterzurühren.

Nun aber genug zu den Rettungs-Möglichkeiten und zurück zum eigentlichen Rezept, denn ich mache Aioli jetzt schon viele Jahre selbst und sie ist mir erst ein einziges Mal geronnen, weil ich zu ungeduldig war.

Um aus Eurer normalen Mayonnaise jetzt eine Honig-Aioli mit Schmand zu zaubern, müßt Ihr sie nun nur noch mit diesem glatt rühren und mit Salz, Zitronensaft und Honig abschmecken. Zuletzt noch frische, gewaschene Petersilie hacken, untermischen und die fertige Aioli möglichst ein paar Stunden kühl stellen und durchziehen lassen.

Die Honig-Aioli unbedingt immer gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb von 1-2 Tagen aufessen.

Wer partout davor zurück schreckt, rohe Eier zu verwenden, der kann das benötigte rohe Eigelb wohl auch durch ein hart gekochtes Eigelb ersetzen, was ich selber allerdings noch nie ausprobiert habe.

Prima als Dip oder Sauce zu Fleisch, Fisch, Brot, Gemüse – Aioli ist ein echter Allrounder und diese Honig-Aioli ist wirklich so lecker, ich muß sie immer wieder machen und auch oft zu Feiern und zum Grillen bei Freunden und Familie mitbringen. Probiert es einfach mal aus und überzeugt Euch selbst.

Laßt es Euch schmecken.

Alles Liebe, Schnin  ♡

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